Fernstudium Medizintechnik

Das Fernstudium Medizintechnik richtet sich in erster Linie an Berufstätige mit ingenieurwissenschaftlichem und zugleich medizinischem Interesse. Im Zuge dieses berufsbegleitenden Studienganges können sie ihren Neigungen entsprechen und ein Fach mit überaus positiven Zukunftsaussichten studieren. Der technische Fortschritt macht auch vor dem Gesundheitswesen nicht Halt und hat im Laufe der vergangenen Jahrzehnte die Medizin zum Teil revolutioniert. Vollkommen neue Behandlungsmethoden und Therapieverfahren sind entstanden, die der Medizin deutlich mehr Möglichkeiten geben. Ein Meilenstein der Medizintechnik war die Entwicklung des Röntgens als bildgebendes Verfahren gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Seitdem hat sich in der Technischen Medizin viel getan. Heutzutage ist moderne Technik aus der Medizin nicht mehr wegzudenken und unter anderem in der Diagnostik sowie im chirurgischen Bereich essentiell.

Was ist Medizintechnik?

Wer gerade nach einem passenden Fernstudium sucht und auf die Medizintechnik stößt, fragt sich vielleicht zunächst, worum es in dieser Disziplin überhaupt geht. Auf den ersten Blick erscheinen Medizin und Technik als sehr unterschiedliche Fachbereiche, bei näherer Betrachtung zeigen sich jedoch zahlreiche Berührungspunkte. Schon aus Patientensicht kann man deutlich erkennen, wie wichtig Technik im Gesundheitswesen heutzutage ist. Von der professionellen Warte aus lässt sich diese als Anwendung der Ingenieurwissenschaften auf dem Gebiet der Medizin definieren. Die Kenntnisse aus dem ingenieurwissenschaftlichen und technischen Bereich kommen hier zur Unterstützung der Ärzte, Pfleger und anderer Fachkräfte zum Einsatz.

Die Medizintechnik deckt dabei ein breites Spektrum ab und lässt sich folgendermaßen aufteilen:

  • Bildgebende Diagnostik
  • Medizinische Informatik
  • Medizinische Geräte
  • Krankenhaustechnik
  • Tissue Engineering

Die Möglichkeiten der modernen Medizintechnik werden in erster Linie in der Diagnostik, Therapie sowie Rehabilitation eingesetzt. Aber auch im Rahmen der Prävention und Krankenpflege können sich Anwendungen ergeben.

Medizintechnik berufsbegleitend studieren – Das Fernstudium Technische Medizin

All diejenigen, die nicht nur bloßes Interesse an der Technischen Medizin haben, sondern diese zu ihrem Beruf machen möchten, finden zuweilen Gefallen an dem Studiengang Medizintechnik. An einigen Hochschulen wird sogar ein berufsbegleitendes Fernstudium der Technischen Medizin angeboten. Insbesondere Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen sowie ambitionierte Techniker werden dadurch angesprochen und können Kompetenzen erwerben, die sie zu gefragten Fachkräften machen. Dabei darf man natürlich nie vergessen, dass ein Fernstudium ohnehin eine große Herausforderung darstellt. Hinzu kommt noch der hohe Anspruch der Medizintechnik. Wer die Sache motiviert, organisiert und diszipliniert angeht, begegnet während des Fernstudiums unter anderem den folgenden Inhalten:

  • Grundlagen der Medizin
  • Ingenieurwissenschaften
  • Medizinische Messtechnik
  • Digitale Bildverarbeitung
  • Schaltungstechnik
  • Medizinische Informatik
  • Medizinische Informationssysteme
  • Medizin und Recht
  • Medizin-Elektronik
  • Medizinische Geräte
  • Qualitätsmanagement

Per Fernstudium Medizintechnik zum Bachelor-Abschluss

Der Bachelor of Science ist seit dem Bologna-Prozess der erste grundständige Studienabschluss, den man auf dem Gebiet der Technischen Medizin erlangen kann. Im Regelfall kann man hier von einer Studiendauer von sechs bis sieben Semestern ausgehen. Üblicherweise wird dabei das (Fach-)Abitur vorausgesetzt, wobei sich mittlerweile auch alternative Zugangsmöglichkeiten etabliert haben. So haben beruflich Qualifizierte und Absolventen einer beruflichen Aufstiegsfortbildung ebenfalls gute Chancen auf einen Studienplatz. Letztere finden besonders häufig Gefallen an berufsbegleitenden Studiengängen, da sie so Studium und Beruf unter einen Hut bringen können. Das Bachelor-Fernstudium Medizintechnik kommt daher oftmals wie gerufen und punktet bei Berufstätigen mit einem Höchstmaß an Flexibilität. Diese hat aber auch ihren Preis, denn die vornehmlich privaten Hochschulen erheben zum Teil beträchtliche Studiengebühren. Darüber hinaus dauert es in Teilzeit natürlich auch länger bis zum ersehnten berufsqualifizierenden und international anerkannten Bachelor-Abschluss in Medizintechnik.

Das Fernstudium Medizintechnik mit dem Ziel Master

Leitende Positionen sind oftmals Master-Absolventen vorbehalten, so dass ambitionierte Berufstätige oftmals den Wunsch entwickeln, neben dem Beruf ein postgraduales Aufbaustudium zu absolvieren. Hier bietet sich das Master-Fernstudium Medizintechnik an, das nicht nur ein erstes einschlägiges Studium voraussetzt, sondern auf diesem aufbaut. In zwei bis vier Semestern Regelstudienzeit, die bei einem Teilzeitstudium neben dem Beruf üblicherweise überschritten werden, widmen sich die Studierenden dann intensiv der Technischen Medizin und erwerben abschließend den Master of Science.

Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten in der Medizintechnik

Vor allem Menschen, die ein berufsbegleitendes Fernstudium auf sich nehmen und so den Bachelor oder Master anstreben, wollen sich sicher sein, dass sich ihre Bemühungen später auch lohnen. Aus diesem Grund erscheinen die Karrierechancen hier von besonders großer Bedeutung zu sein. Medizintechniker sind weder klassische Ingenieure noch Ärzte, so dass sich natürlich die Frage stellt, welche Perspektiven nach dem Studium der Technischen Medizin bestehen. Betrachtet man die Vorgehensweise der modernen Medizin, wird jedoch rasch deutlich, dass ohne adäquate Technik praktisch nichts mehr geht. Folglich ergeben sich durch ein abgeschlossenes Fernstudium in Kombination mit umfassender Berufspraxis vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten. Insbesondere in den folgenden Bereichen kann man so Karriere machen:

  • Krankenhäuser
  • Medizintechnische Industrie
  • Pharmaunternehmen
  • Reha-Einrichtungen
  • Medizinische Behandlungszentren
  • Forschung

Trotz zahlreicher Faktoren, die die Verdienstmöglichkeiten im Einzelfall beeinflussen, lässt sich das durchschnittliche Gehalt auf etwa 36.000 Euro bis 60.000 Euro brutto im Jahr beziffern.